Aufbau der Ausbildung

Die Ausbildung zur/zum dipl. Arbeitsagogin, -agogen IfA umfasst insgesamt 80 Tage, beginnt jeweils anfangs Jahr und endet 2 Jahre später mit der Diplomierung. Neben 15 Seminarwochen (75 Tage) kommen sechs Halbtage für die Ausbildungssupervision, ein Tag für einen gegenseitigen Praxisbesuch sowie ein Halbtag für das Assessment dazu.

Ausbildungsgefässe  /  Ablauf der Ausbildung

Die totale Lernzeit beläuft sich auf 1'038 Stunden. Davon fallen 487 Stunden als Kontaktstunden (dozentengestützte Lerneinheiten) an. Zusätzlich zu den Kontaktstunden ist mit einer Selbstlernzeit von rund 550 Stunden zu rechnen. Diese verteilt sich auf 86 Stunden Lernzeit in Lerngruppen und 465 Stunden persönlicher Lernzeit für die Vor- und Nachbereitung der Lernthemen, das Literaturstudium sowie die Kompetenznachweise.

Ausbildungsformen

Das IfA bietet zwei Ausbildungsformen an: Sie besuchen die Ausbildung entweder während 15 Seminarwochen jeweils von Montag bis Freitag in ausgewählten Seminarzentren oder während 75 Tagesseminaren jeweils einen Tag (vereinzelt 2-3 Tage) pro Woche. Die Ausbildungsgruppen bleiben bei beiden Formen während der Ausbildung unverändert.


Die Ausbildung in Seminarwochen bietet zusätzliche, informelle Lerngewinne: Durch den Aufenthalt an einem konstanten Lernort geht keine kostbare Lernzeit durch steten Wechsel des Umfeldes verloren und das Gelernte wird durch den gegenseitigen Austausch laufend vertieft und erweitert.

Praxisausbildung

Die Entwicklung der Berufskompetenzen und der Berufsidentität ist ohne Praxisausbildung nicht denkbar. Damit Studierende die beruflichen Handlungskompetenzen erwerben können, brauchen sie verschiedene Situationen im Praxisfeld, die sie bewältigen und reflektieren können. Das IfA regelt die Kooperation zwischen theoretischer und praktischer Ausbildung.

Lern- und Ausbildungsbegleitung

Lern- und Ausbildungsbegleitende für jede Ausbildungsgruppe sind ein wichtiger Teil unseres Ausbildungskonzeptes. Sie begleiten den individuellen Ausbildungsweg und unterstützen die Studierenden im Umgang mit den drei zentralen Einflussfeldern: Beruf, privates Umfeld und Ausbildung.

Ausbildungssupervision

Die Ausbildungssupervision verbindet die theoretischen Inhalte der Ausbildung mit dem beruflichen Alltag der Studierenden. Unter Anleitung von Supervisierenden erarbeiten Studierende Lösungen für konkrete Fragestellungen aus ihrem Berufsfeld.

Praxisbesuch

Ein gegenseitiger Praxisbesuch der Studierenden ermöglicht neue Einblicke und Erfahrungen.

Selbstlernen

Während der Ausbildung bearbeiten Studierende fachspezifische Literatur und vertiefen die Lerninhalte selbständig und in Lerngruppen. Sie verfassen unter Anleitung, vier schriftliche Arbeiten (Kompetenznachweise).

Qualifikationsschritte

Studierende, die das Diplom IfA erlangen wollen, erbringen vier Kompetenznachweise, besuchen sämtliche Ausbildungssupervisionen, sind an den Seminaren präsent und schliessen das Schluss-Assessment erfolgreich ab.

Abschluss und Anerkennung

Die Ausbildung schliesst mit dem Diplom Arbeitsagogin IfA / Arbeitsagoge IfA ab. Dieses Branchenzertifikat bestätigt Kompetenzen, die für eine professionelle Berufstätigkeit als Werkstatt-/Atelier-/Gruppenleitung und für schwierigere, arbeitsagogische Problemlösungen erforderlich sind.


Die vom IfA ausgestellten Modulzertifikate sind auch von der Trägerschaft der Höheren Fachprüfung für Arbeitsagoginnen und Arbeitsagogen anerkannt und bilden eine Zulassungsvoraussetzung für die Höhere Fachprüfung (Eidg. Diplom).