Unterstützte Kommunikation

Es gibt Menschen, die aufgrund von angeborenen oder erworbenen Schädigungen Beeinträchtigungen in der Kommunikation und sprachlichen Verständigung mit ihrer Umwelt erfahren. Durch den Einsatz von Unterstützter Kommunikation (UK) können diese Menschen eine erhebliche Verbesserung ihrer Verständigung, Teilhabe und Selbstbestimmung erreichen.

Unterstützte Kommunikation orientiert sich an einem humanistischen Menschenbild und betont das Recht eines jeden Menschen auf Selbstbestimmung und Partizipation. UK geht davon aus, dass jeder Mensch ein Bedürfnis nach Kontakt und Kommunikation hat.

Dieses Seminar bietet einen ersten Überblick über Bereiche und Methoden der Unterstützten Kommunikation und soll mittels praktischer Übungen und Praxisbeispielen motivieren, UK im eigenen Praxisalltag umzusetzen.

Inhalte

  • Kommunikationsformen (Gebärden, grafische Symbole, elektronische Hilfsmittel) und deren praktische Anwendung 
  • Kommunikationshilfen und -funktionen
  • Tagebücher und Ich-Bücher
  • Modelling und Umfeldgestaltung
  • Kern- und Randvokabular
  • Diagnostik
  • Umfeld (Partizipationsmodell)

Ziele

Die Teilnehmenden

  • setzen sich mit der Situuation nicht-sprechender Klienten und Klientinnen aktiv auseinander
  • kennen untrschiedliche alternative Kommunikationsformen
  • kennen Interventionsmöglichkeiten der UK auf unterschiedlichen kommunikativen Entwicklungsstufen

Zielpublikum

Arbeitsagoginnen und Arbeitsagogen sowie weitere Interessierte, welche Menschen mit erschwerter Lautsprache Zugang zu Interaktion und Kommunikation ermöglichen wollen

Leitung

Irène Flury, Kommunikationspädagogin für Unterstützte Kommunikation, Heilpädagogin, Ergotherapeutin. Leitung der Fachstelle für Unterstützte Kommunikation in zwei Institutionen für Menschen mit Beeinträchtigung.

Daten

2 Tage: Di 29. und Mi 30. September 2020

Ort

Institut für Arbeitsagogik, Luzern

Kosten

CHF 610.–

Status

noch freie Plätze verfügbar

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