Ausbildung

Das IfA bietet seit 1992 die zweijährige, berufsbegleitende Ausbildung in Arbeitsagogik an. Sie richtet sich an Fachleute, die bereits im arbeitsagogischen Bereich tätig sind oder in diesen einsteigen möchten. Die Ausbildung ist praxisbezogen aufgebaut und verbindet arbeitsagogische Methoden und Werkzeuge mit Anwendungssituationen und Erfahrungen aus dem Arbeitsalltag der Studierenden. Die Praxisorganisationen stellen die notwendigen Lernfelder zur Verfügung, damit Studierende das erworbene Wissen anwenden und so die beruflichen Handlungskompetenzen erwerben können.
Das Lernen in konstanten Ausbildungsgruppen und Seminare an einem bestimmten Lernort bietet uneingeschränkte Möglichkeiten, vom Wissen und den Erfahrungen anderer zu profitieren und Lerninhalte intensiv zu vertiefen.

Nach Abschluss der Ausbildung verfügen Arbeitsagoginnen und Arbeitsagogen über die fachlichen, persönlichen und sozialen Handlungskompetenzen, um den beruflichen Auftrag als Werkstatt-, Atelier- oder Gruppenleitung klienten- und situationsbezogen umzusetzen. Sie integrieren Menschen mit erschwertem Zugang zur Arbeitswelt erfolgreich, indem sie

  • das berufliche Grundlagenwissen situationsbezogen anwenden.
  • Produktions-, Förder- und Integrationsprozesse fachgerecht, unter agogischen und betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten gestalten und diese dokumentieren.
  • die Ressourcen der Mitarbeitenden mit situativem Führungsverhalten wirkungsvoll einsetzen und den Lern- und Arbeitsprozess so gestalten, dass er die persönlichen, sozialen und fachlichen Fähigkeiten des Klienten oder der Klientin fördert
  • schwierigere arbeitsagogische Aufgabenstellungen mit angemessenen Problemlösestrategien unter Einbezug verschiedener Anspruchsgruppen erfolgreich bewältigen.
  • adressatengerecht und situativ kommunizieren, die Arbeitsbeziehungen bewusst und professionell gestalten sowie mit allen Anspruchsgruppen konstruktiv zusammen arbeiten.
  • eine entwicklungsfördernde Umgebung schaffen, das eigene Denken und Handeln reflektieren, die persönlichen Fähigkeiten angemessen einschätzen und mit den vielfältigen Anforderungen des arbeitsagogischen Tätigkeitsfeldes erfolgreich und gesundheitsorientiert umgehen.

Die Ausbildung am Institut für Arbeitsagogik schliesst mit dem Diplom Arbeitsagogin IfA/Arbeitsagoge IfA ab.

Die vom IfA ausgestellten Modulzertifikate sind von der Trägerschaft für die Höhere Fachprüfung (HFP) Arbeitsagogik anerkannt und bilden eine Voraussetzung für die Zulassung zur Höheren Fachprüfung für Arbeitsagoginnen und Arbeitsagogen. Der eidgenössische Abschluss auf Tertiärstufe berechtigt zum Tragen des Titels «diplomierte Arbeitsagogin» bzw. «diplomierter Arbeitsagoge».

Ausbildung / Aufbau

Die Ausbildung zur/zum dipl. Arbeitsagogin, -agogen IfA umfasst insgesamt 80 Präsenztage und dauert 2 Jahre. Zu den 75 Seminartagen kommen sechs Halbtage für die Ausbildungssupervision, ein Tag Praxisbesuch sowie ein Halbtag für das Assessment dazu.

Ausbildungsgefässe / Ablauf der Ausbildung

Die totale Lernzeit beläuft sich auf 1'038 Lernstunden. Davon fallen 487 Stunden als Kontaktstunden (dozentengestützte Lerneinheiten) an. Zusätzlich zu den Kontaktstunden ist mit einer Selbstlernzeit von rund 551 Stunden zu rechnen. Diese verteilt sich auf persönliche Lernzeit für die Vor- und Nachbereitung der Lernthemen, das Literaturstudium, die Kompetenznachweise sowie auf das Lernen in Lerngruppen.